Von dem Metzger Felix Wagenseil in Kaufbeuren stammt über Hans Jacob (ca. 1590-1628), dem Kaufbeurer Rats- und Kanzleisubstituten Rudolphus (ca 1620-1687 [nach BBLF 1968, Heft 1, S. 29: 1646-1710]) der katholisch gewordene und nach Wien übergesiedelte Rudoph Matthias (1678 bis 1740) ab, zu dessen Kindern der Komponist Georgius Christopherus Antonius Wagenseil sowie die Sängerin und Nonne Maria Theresia Polixena Wagenseil (* 2. Aug., 1719, + 13. November 1762) gehören, außerdem Anna Eleonora Klara (geb. 1713) und Johann Nepomuk Ignaz Jakob (1721-1784).
Die Mutter Anna Maria Maus lebte von 1685 bis 1746.
Vgl. Janet K. Page: Maria Anna von Raschenau and music at the convent of St. Jakob auf der Hülben, Cambridge 2014. Sowie diesselbe: Convent Music and Politics in Eighteenth-Century Vienna, 2014, S. 50: "Wagenseil probably wrote other music for this convent, as his sister Anna Clara Leonora became a choir nun there around 1735 (as Sister Domenica [Fn. 38]) and served as Dechantin (leader of the singing) in the convent's later years."
Fn. 38: "Verzeichnuß Deren Closter Frauen bey St. Jakob in Wien so den 28ten Aprilis Anno 1750 sich allda befunden haben", fol. 1v, Klösterarchiv 2.2.6.17 (St. Jakob auf der Hülben), A1/1, A-Wsa. Another of Wagenseil's sisters was a sister at St. Elisabeth, as Sister Anna Katharina (Scholz-Michelitsch, Wagenseil, 76)".
Helga Scholz-Michelitsch: "Georg Christoph Wagenseil. Hofkomponist u. Hofklaviermeister d. Kaiserin Maria Theresia", Wien: Braumüller 1980, S. 76, Anm. 14: "a) Anna Eleonara Clara, getauft am 12. 8. 1713 zu St. Stephan. (St. Stefan, Taufprot. 50, fol. 103v.) Sie trat mit dem Namen Dominica in den Orden der Augustinnerinnen im Kloster zu St. Jakob auf der Hülben ein, wo sie Dechantin war. Als das Kloster am 18. 9. 1783 aufgelöst wurde, verließ sie es mit den anderen Nonnen am 1. 3. 1784. Von diesem Zeitpunkt an ist nichts mehr über sie bekannt. (Th. Wiedemann, 'Zur Geschichte des Frauenklosters St. Jacob in Wien'. In: Berichte und Mitteilungen des Alterthums-Vereines zu Wien. 32. - Wien 1896, S. 83). b) Maria Theresia Polixena, getauft am 2. 8. 1719 zu St. Stephan. (St. Stephan, Taufprot. 59, 1718 - 1719, fol. 319v.) Sie war Chorschwester bei den Elisabethinerinnen auf der Landstraße unter dem Namen Anna Katherina und starb am 13. 11. 1762. (Wiener Diarium, Samstag, 20. 11. 1762, Nr. 93: Liste der Verstorbenen vom 13. 11. 1762: Die Wol.-ehrw. Chor-schwest. Anna Cathar. von der Göttl. Weißheit, geb. Wagensailin, in dem Kloster bey St. Elisab. auf der Landstr., alt 44 J.)".
Ebenda, S. 77, Anm. 15: "Johann NepomukIgnaz Jakob, getauft am 17. 7. 1721 zu St. Stephan. (St. Stephan, Taufprot. 61, 1721 - 1723, fol. 109r.) Er studierte an der Wiener Universität Pihlosophie, war zwei Jahre Novize in Trenchin im Jesuitenhaus, trat in den Orden ein, unterrichtete in verschiedenen Ordenshäusern Geschichte und an der Wiener Universität Grammatik. Später kam er nach Siebenbürgen, wo er zuletzt in der Kronstädter Pfarradministratur tätig war. Nach Auflösung des Ordens und Wagenseils Rückberufung aus Siebenbürgen bezog er am 17. 5. 1775 300 fl. Jahrespension. Sein Bruder, Georg Christoph, setzte ihn testamentarisch zum Universalerben ein [...], die Verlassenschaftsverhandlung wurde in der Wiener Zeitung angezeigt, jedoch geht aus den Akten hervor, daß nach Auszahlung sämtlicher Verpflichtungen keinerlei Vermögen übrigblieb. (Univ-Arch.: Matric. nova nationis inclytae Austriacae 1647ff., S. 703; Matric. facultat. artium 1698 - 1829/30, fol 128 v; Haptmatrikel, 1737, fol. 265 v. Genaues über sein Leben in K[ároly] Fabritius, 'Namen und Verwendung der Jesuiten, welche von 1730-1773 in den siebenbürgischen Ordenshäusern wirkten', o. O. u. J. [Archiv des Vereins für Siebenbürgische Landeskunde, N. F., Jg. 11, 1873, H. 2, S. 167-252] - Vgl. auch: 'Kayserlich- und Königlicher ... Staats und Standeskalender ... 1754 ... mit einem Schematismo gezieret', Wienerische Universität, S. 244, Professores Scholarum in D. Prof. ... P. Ignatius Wagenseil, S. J. Grammat.
Hofkammerarch., Siebenbürger Akten, rote Nr. 139 u. Kamerale, rote Nr. 677 vom 7. 8. 1777.
Nachtrag zum Wiener Diarium Nr. 38, 10. 5. 1777".
Ebenda, Anm. 16: "Anh. z. Wiener Zeitung Nr. 52, Mittwoch, 30. 6. 1784, S. 1500: Liste der Verstorbenen: Der wohlehrw. Hr. Ignaz Wagenseil, Exjesuit, alt 64 J. zu Margareth, N. 33. 'Beytrag' zur Wiener Zeitung Nr. 99, Sonnabend, 11. 12. 1784."
Károly Fabritius: "Namen und Verwendung der Jesuiten, welche von 1730-1773 in den siebenbürgischen Ordenshäusern wirkten", a.a.O., 1873, S. 247: "Wagenseil, Ignaz, hatte in Wien Philosophie absolvirt, Novize in beiden Jahren im Novizenhaus in Trenchin 1740 - 1741, Repetent in Leoben 1742, Repetent in der Geschichte im Collegium in Wien 1743, Lehrer der untern Klassen in Passau (Parv.) 1744, in Judenburg [Bezirk Murtal in der Steiermark] (Rhet. Poët.) 1746, studirte Theologie in den beiden ersten Jahren in Graz 1747-1748, Pater 3. Probationes in Judenburg 1750, Lehrer der untern Klassen am Prozeßhause in Wien 1754, in Eperies 1758-1759, in Preßburg 1760-1762, in Großwardein 1763-1764, in Eperies 1765-1767, in Erlau 1768, in Kronstadt (Super. Paroch. Exh. Quadrag. et Marian.) 1770-1773".